Haus St. Elisabeth

Angelo und Rafael

Soldaten unterstützen die Pflegekräfte

Angelo Sruor von der Bundeswehr mit Elisabeth FrenzAngelo Srour von der Bundeswehr mit Elisabeth Frenz

Sozialsenatorin Anja Stahmann dankte den Soldaten aus dem Fallschirmjägerregiment 31 aus Seedorf sowie der Bundeswehr im Rahmen eines Besuchs im Haus St. Elisabeth: "Die Pflegekräfte in den Einrichtungen kommen seit Beginn der Pandemie kaum noch hinterher, auch nur den notwendigsten pflegerischen Ansprüchen gerecht zu werden", sagte sie. "Die Anforderungen sind ständig gewachsen, und die Möglichkeiten, Personal aufzustocken, sind angesichts des Fachkräftemangels ausgeschöpft."

Dank der Unterstützung durch die Bundeswehr in den Bereichen Betreuung und Unterstützung - zunächst bis Mitte April - könnten sich die Ressourcen der Pflegekräfte wieder verstärkt den pflegerischen Bedarfen zuwenden. Die Soldaten sorgen für Betreuung und Unterstützung im Alltag, "pflegefachliche Tätigkeiten werden weiterhin ausschließlich von geschultem Personal vorgenommen", betonte die Senatorin. Dabei seien die Rückmeldungen aus den Einrichtungen "sehr ermutigend". Senatorin Stahmann: "Die Soldaten nehmen ihre Aufgaben sehr gewissenhaft und mit großem Einfühlungsvermögen wahr. Als Zwischenbilanz kann man jetzt schon sagen: Der Einsatz ist eine Bereicherung für beide Seiten."

"Wir freuen uns, dass der Einsatz der Bundeswehr im Haus St. Elisabeth möglich geworden ist", sagte Caritasdirektor Martin Böckmann. "Für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende war es anfangs eine ungewohnte Situation. Allein optisch macht es schon einen Unterschied, ob ein Praktikant zu Gast ist oder die Bundeswehr. Wir erleben allerdings eine große Offenheit aller Beteiligten, viel gegenseitiges Interesse, ein herzliches Miteinander und eine lockere Atmosphäre."

Einrichtungsleitung Katrin Butt lobt das Engagement: "Wir merken, dass die Soldaten nicht nur hilfsbereit und freundlich sind, sondern sich wirklich für die Belange der Bewohnerinnen und Bewohner interessieren. Gerade erst hat ein Bewohner einem der Soldaten von seinen Kriegserlebnissen erzählt - eine Stunde lang. Und am Ende war der Bewohner glücklich, dass ihm jemand zugehört hat, und der Soldat war sichtlich berührt. Ich bin überzeugt, dass dieser Einsatz die beiden Soldaten in irgendeiner Weise prägen wird." Auch der Austausch mit dem Pflegepersonal ist intensiv. "Die Soldaten begegnen den Mitarbeitenden sehr wertschätzend, und ich bekomme am Rande mit, dass es bereits jetzt neben beruflichen Fragen auch das eine oder andere Gespräch zu persönlichen Themen gibt."

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