Menschenwürde

Bericht zum Weltfrauentag

Lea Ackermann zu Gast

Gesicht einer afrikanischen FrauFoto: Michael Heim | fotolia.com

Lea Ackermann erlebte in Kenia, wie sich Frauen aufgrund von Armut prosituierten. Um diesen Frauen zu helfen und ihnen eine andere Perspektive zu ermöglichen, gründete sie den Verein SOLWODI - Solidarity with women in distress. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich ein weit gespanntes Netz von Hilfen für von Zwangs- und Elendsprostitution betroffene Frauen und Kinder.

Lea Ackermann, 1937 geboren, trat 1960 in einen katholischen Orden ein. Sie promovierte 1977 zur Dr. phil. mit einer Dissertation über "Erziehung und Bildung in Ruanda - Probleme und Möglichkeiten eines eigenständigen Weges". 1985 gründete sie in Mombasa, Kenia, den Verein SOLWODI (www.SOLWODI.de).

Heute unterhält SOLWODI in Kenia 34 Beratungsstellen, organisiert Berufsausbildungen für Prostituierte und vermittelt Mikrokredite für Existenzgründungen. In Deutschland leistet SOLWODI in 18 Beratungsstellen psychosoziale Betreuung, juristische Beratung und medizinische Hilfe. Neun Schutzwohnungen bieten Zuflucht für ausländische Frauen und Mädchen, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden oder aus Zwangsehen geflohen sind.

Sr. Dr. Lea Ackermann publizierte zahlreiche Bücher. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2012 das Bundesverdienstkreuz. Sie vertritt ihre Position engagiert und eindeutig: Nein zur Prostitution, Ja zur Prostituierten.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 19. März 2018 um 19.00 Uhr
im Willehadsaal in der Alten Post, Domsheide 15, 28195 Bremen
Der Eintritt ist frei, um Spenden für SOLWODI wird gebeten.

Die Teilnahme von Männern ist ausdrücklich erwünscht.