Frauen und Kinder in Not

Zeitgemäße Hilfe

Neuer Vorstand SkF Bremen

Neuer Vorstand SkF BremenNeuer Vorstand SkF Bremen - Dr. Gabriele Hartlap und Maria Nogai

"Missbrauchsfälle, Machtstrukturen und die Rolle der Frau - für mich gab es in den 80er Jahren mehrere Gründe, der Kirche den Rücken zuzukehren", sagt Gabriele Hartlap. "Aber mit der Zeit habe ich gespürt, dass mir doch etwas fehlt. Vor zwei Jahren führte ich dann intensive Gespräche mit der Seelsorgerin Elli Schmieg und mit dem damaligen Propst Dr. Martin Schomaker. Am Ende habe ich mich entschieden, wieder in die Kirche einzutreten, um sie mit zu gestalten", so Hartlap.

Bei regelmäßigen Besuchen der Gottesdienste in der Propsteikirche St. Johann traf sie Maria Nogai wieder, eine ehemalige Nachbarin. Nogai engagiert sich seit zwölf Jahren freiwillig im Vorstand des SkF Bremen: "Ich habe von den Diensten und Einrichtungen des SkF Bremen erzählt: Der Schwangerschafts- und Kurenberatung, der Kinderkleiderei, dem Haus Lea und der SkF-Kinderkrippe, einer der ersten Einrichtungen zur Entlastung von Frauen, die alleinerziehend waren und von Familien, bei denen ein Einkommen nicht ausreichte. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass Frauen und Kinder in Not sich nicht allein gelassen fühlen", so Nogai. Einmal im Jahr fährt sie zur Bundesdelegiertenversammlung, um sich mit Kolleginnen aus ganz Deutschland auszutauschen. Dafür nimmt sie drei Tage Urlaub.

Die Botschaft kam bei Gabriele Hartlap offenbar gut an. Denn als Frau Nogai Verstärkung für den Vorstand suchte, informierte sich Gabriele Hartlap genauer über den SkF. "Letztlich deckt der Verein genau die Themen ab, die mich als Ärztin frauen- und sozialpolitisch interessieren. Mich an der Lobbyarbeit zu beteiligen und für Frauen und Kinder in besonderen Lebenssituationen zu sprechen, ist mir eine Ehre", erklärt Hartlap. Die Mitgliederversammlung wählte sie einstimmig ins Amt - regulär für vier Jahre.

Der Vorstand des SkF Bremen ist Aufsichtsgremium der hauptamtlichen Geschäftsführung. Diese - und auch das ist in Deutschland eine Besonderheit - übernimmt seit 2001 der Caritasverband Bremen, mit dem gemeinsam das Haus St. Elisabeth betrieben wird.